Indien
In Indien prallen krasse Gegensätze unmittelbar aufeinander. Hightech und Wohlstand bei einigen wenigen stehen der unbeschreiblichen Armut einer Masse von Menschen gegenüber. In Kalkutta beispielsweise – das auch als Armenhaus der Erde bezeichnet wird – leben 80 Prozent der über 15 Millionen Einwohner in Slums oder einfach auf der Straße. Vor mehr als 35 Jahren begann das Missionswerk Karlsruhe in Indien durch die ersten Patenschaften, Kindern in den Slums von Kalkutta zu helfen. Indien ist bis heute das Land geblieben, wo sich das Werk nicht nur am längsten, sondern auch am intensivsten humanitär engagiert.
Verwahrloste Kinder werden buchstäblich in den Straßen und auf Müllbergen aufgesammelt: sie werden gewaschen, bekommen saubere Kleidung, eine Schuluniform, oftmals die allerersten Schuhe ihres Lebens, außerdem täglich ein warmes Essen und Unterricht in der Missionsschule. Im angrenzenden Missionshospital werden sie und ihre Familien kostenlos medizinisch behandelt. Ihre Eltern, die meist in einfachsten Hütten zwischen Müll und Dreck in den Elendsvierteln der Millionenmetropole hausen, können sie noch nicht einmal mit dem Allernotwendigsten versorgen. Aus den Anfängen hat sich im Laufe der Jahre ein großes Sozialwerk entwickelt mit über 200 Schulen, Kinderheimen, einer Blindenschule sowie einem modernen 200-Betten-Krankenhaus in der Innenstadt von Kalkutta sowie ambulanten Krankenstationen auf dem Land. Neben Kalkutta hat sich die sozialchristliche Arbeit inzwischen auf viele indische Bundesstaaten ausgebreitet. Über 30 000 Mädchen und Jungen werden heute in Indien betreut, ausgebildet und mit allem versorgt, was sie zum Leben brauchen.

Unsere Hilfsprojekte in Indien

