Neuigkeiten aus der Blindenschule in Kalkutta, Indien

Mädchen aus Blindenschule

Als wir im Januar 2009 einige unserer Missionsprojekte in Indien besuchten, waren wir natürlich auch in der Blindenschule in Kalkutta. Die Erlebnisse dort prägen sich jedes Mal besonders tief ein. Auch heute noch, nach fast 20 Monaten spüre ich die Emotionen wieder, als mir der blinde, auf einer Müllhalde gefundene kleine Saiful in die Arme gelegt wurde. Saiful wurde ohne Augen geboren und von seiner Familie verstoßen, doch Gott hat ihn nicht vergessen, er wurde in die Blindenschule gebracht und heute springt ein glücklicher kleiner Junge über den Hof. Wir haben ein Video erhalten, in dem wir uns selbst davon überzeugen konnten, wie herzhaft er lacht und sich freut. Gott ist so gut!

Eine Familie, die ein blindes Patenkind unterstützt, hat erfahren, dass dem Mädchen mit großer Wahrscheinlichkeit durch eine Operation geholfen werden kann. Da diese Operation allerdings nur in einem Krankenhaus in Hyderabad durchgeführt werden konnte, musste das Mädchen zunächst einmal zu einer speziellen Untersuchung dahin gebracht werden. Reisen sind ohnehin schon ein Abenteuer in Indien, wie groß ist aber die Herausforderung, mit einem blinden Mädchen in ein 1.650 km entferntes Krankenhaus zu reisen! Doch alle Mühe hat sich gelohnt, die Ärzte empfahlen eine möglichst rasche Operation und mittlerweile wurde Urmila an beiden Augen operiert – und kann deutlich besser sehen. Schauen Sie selbst auf dieses glückliche Mädchen und danken Sie mit uns Gott für seine Treue und sein Eingreifen. Wir danken auch den Pateneltern, die sich zu einem großen Teil an den Kosten für die Operation beteiligt haben.

Mädchen aus Blindenschule

Die Ärzte der Klinik in Hyderabad sind vom Engagement aller Mitarbeiter der Blindenschule so begeistert, dass man Überlegungen anstellt, zumindest einmal im Jahr einen Arzt nach Kalkutta zu senden, um die Kinder zu untersuchen, weil ganz offensichtlich weiteren Kindern durch eine Operation geholfen werden kann. Diese speziellen Augenoperationen sind leider nicht in Kalkutta möglich, sondern nur in Spezialkliniken, deshalb ist auch der Kostenfaktor hoch. Der Leiter der Blindenschule hat uns inzwischen mitgeteilt, dass zurzeit weitere zehn Kinder auf so eine Untersuchung hoffen.

Wenn Sie für diese Kinder spenden wollen, bitten wir Sie, auf dem Überweisungsträger Operationen für blinde Kinder zu vermerken, damit wir es in Ihrem Sinne zuordnen können.

Wir bitten Sie herzlich, für die Kinder zu beten und danken Ihnen für jedes Engagement.

Matthäus 25,40: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Gottes Segen!

Ihr Daniel Müller

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