Happy-Heart-Schule in Churachandpur, Ostindien
Wie alles begann ...
In einem winzigen Haus im Ortsteil Bethel von Churachandpur in Ostindien schenkte Gott die Vision für eine christliche Schule, um den folgenden Generationen eine gute, umfassende und auf christliche Werte gegründete Ausbildung zu ermöglichen.
Die Gründer setzten sich enorm für die Schule ein und arbeiteten hart, denn sie wollten den Kindern in dieser armen und sozial benachteiligten Gegend helfen und sie zu fähigen jungen Menschen erziehen. Die Schule startete mit 30 Schülern und vier Lehrern. Was so klein begann, wuchs rasch, denn die Not und der Bedarf waren groß, gerade in Manipur in Ostindien.

Bis 1986 leiteten verschiedene Personen die Schule, die Umstände waren äußerst schwierig. 1986 übergab der Gründer der Happy-Heart-Schule, Rev. J. Khuma, die gesamte Verantwortung an R. J. Thang und seine Ehefrau Moi. Von diesem Zeitpunkt an widmeten beide ihre ganze Kraft der Schule, um eine Verbesserung und Akzeptanz im Umfeld zu erreichen.
Der Name Happy-Heart-Schule hat eine ergreifende Geschichte. Die heranwachsenden Schüler hatten immer ein Lächeln im Gesicht, doch sie erinnerten sich daran, wie trostlos und unterdrückt sie früher waren. Sie erkannten, dass ein Ergebnis ihrer Ausbildung ein glückliches Herz ist und deshalb wählten sie diesen Namen für ihre Schule.
Am 24.11.2006 verstarb R. J. Thang. Direkt nach seinem Tod wurde seine Ehefrau Moi zur Direktorin und Leiterin der Schule ernannt. Sie sorgt in aufopfernder Weise für die Kinder, sogar die Schuluniformen hat sie selbst entworfen. Voller Stolz und Freude tragen die Kinder die leuchtend roten T-Shirts mit dem Aufdruck: „Happy Heart School“ auf dem Rücken, auf der Vorderseite steht je nach den einzelnen Gruppen: Faith (Glaube), Love (Liebe), Peace (Friede) oder Law (Gebot).

Inzwischen hat die Schule auch von den offiziellen Behörden die volle Anerkennung erhalten. Dadurch können die Schüler der Happy-Heart-Schule hier ihren Highschoolabschluss machen. Vorher mussten sie diese Prüfungen bei anderen Schulen ablegen.
Qualitative Ausbildung ist und bleibt Priorität der Happy-Heart-Schule. Die Schule vermittelt nicht nur eine gute Ausbildung, sondern wirkt in die Gesellschaft hinein. In der Gegend der Schule gibt es viel Gewalt, kämpferische, sogar kriegerische Auseinandersetzungen und leider auch viele Drogenprobleme und eine entsetzliche Armut. Doch die Schule schenkt eine neue Perspektive, nicht nur bei den Schülern, sondern auch in vielen weiteren unmittelbar betroffenen Familien. In Matthäus 25,40 steht:Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.Die frohe Botschaft der Bibel, die die Kinder täglich in der Morgenandacht hören, wirkt in ihre Familien und in ihre Nachbarschaft hinein.

Die Happy-Heart-Schule hat mittlerweile über 1.200 Schüler und ist stolz darauf, als eine der besten Schulen im Churachandpur-Bezirk zu gelten. Hier unterrichten 27 Lehrer, und fünf Angestellte arbeiten im administrativen Bereich.
Die Happy-Heart-Schule hat die Verantwortung auf sich genommen und bietet den Waisenkindern und den Kindern aus ärmsten Familienfreie Ausbildung an. Sie könnten sich niemals eine Schulbildung leisten. In Gottes Wort steht in Jakobus 1,27: Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.
Die Happy-Heart-Schule hat es sich zum Ziel gesetzt, den künftigen Generationen eine Ausbildung zu ermöglichen, die Werte der Bibel weiterzugeben und damit die Gesellschaft langfristig zu verändern.Die Direktorin, Frau Moi, schrieb unlängst in einem Brief an das Missionswerk:
Gottes Hand hat mich stets treu geleitet und er gab mir jedes Mal die nötige Kraft, um mit diesen bedürftigen Kindern zu arbeiten. Manchmal bin ich verwundert, wie sich alles so herrlich entwickelt hat und wir mit Pastor Daniel und dem Missionswerk Karlsruhe in Kontakt gekommen sind. Wir erfahren spürbar den Segen durch das Missionswerk Karlsruhe. In Kürze wird eine Vision in Erfüllung gehen und wir werden alle gemeinsam in der von den Missionsfreunden des Missionswerks Karlsruhe gespendeten Kapelle Gott anbeten können. Voller Freude und Energie wird gebaut. Die Kinder und wir können es kaum erwarten. Wir wünschen uns sehr, dass Sie ebenso den Segen erfahren, den wir hier erleben. Wenn Sie nur die leuchtenden Augen der Kinder sehen und ihre kindliche und zu Herzen gehende Anbetung hören könnten! Heute betrachte ich mich nicht mehr als Witwe, sondern sehe mich als Mutter und auch als Vater für die vielen, vielen Kinder hier.
Daniel Müller

