Israel

Blick auf Jerusalem
Israel ist etwa so groß wie Hessen – sowohl geografisch als auch von seiner Einwohnerzahl. Übrigens: Es ist das einzige Land im Nahen Osten mit einer funktionierenden Demokratie und einer hoch entwickelten Marktwirtschaft. Es bildet eine Brücke zwischen Afrika und Asien und beherbergt heilige Stätten der drei großen monotheistischen Religionen – dem Juden- und Christentum sowie dem Islam. Es hat viele Errungenschaften auf den Gebieten der Wissenschaft, Technik und der Medizin zu verzeichnen und die Lebenserwartung im Land gehört zu den höchsten der Welt – und dennoch kämpft Israel heute mehr denn je gegen Not und Armut.
Seit der Staatsgründung im Jahr 1948 ist die Bevölkerung Israels von knapp 700 000 Einwohnern auf heute mehr als sieben Millionen angestiegen. Allein seit dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 sind über 1,2 Millionen jüdische Immigranten nach Israel gekommen – überwiegend aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion sowie Äthiopien. Israel bemüht sich Heimat für die in alle Welt verstreuten Juden zu sein, aber die Integration dieser Menschen stellt das Land vor große finanzielle und soziale Herausforderungen. Gleichzeitig sind die Ausgaben, die der Staat ständig für die Sicherheit seiner Bewohner investieren muss – in Israel leben etwa 80 % Juden sowie 18 % Moslems und 2% Christen – enorm gestiegen. Ein Fünftel der Bevölkerung lebt heute unter der Armutsgrenze. Ohne die Hilfe privater Organisationen würden viele dieser Menschen nicht auskommen können.
Das Missionswerk erhielt mehrere Auszeichnungen, u. a. vom ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Im Jahr 2007 wurde Siegfried Müller für sein 30-jähriges Engagement von der Jerusalem Foundation als „wahrer Freund von Israel“ geehrt, der immer dort geholfen habe, „wo es am wichtigsten ist.“
Seit 30 Jahren unterstützt das Missionswerk den Dialog und das friedliche Miteinander zwischen Arabern und Juden in Israel, zum Beispiel durch den Bau von Kindertagesstätten und ein Sozialzentrum in Haifa. Daniel Müller, Leiter des Missions- und Sozialwerks: „Erst wenn wir ihre Not ernst nehmen, wenn wir den Hungrigen zu essen und den Obdachlosen ein Heim geben und die Ungebildeten unterrichten, können wir die Seelen der Menschen erreichen und glaubwürdig von Frieden sprechen.“ Das Missions- und Sozialwerk arbeitet mit Abgeordneten der Knesset, staatlichen Institutionen sowie privaten Hilfsorganisationen zusammen.

Hilfsprojekte in Israel

